La rivoluzione siamo Noi, 1972. Lichtdruck/Polyesterfolie, 191 x 102 cm. © bpk/Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett/Elke Walford. © VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Das geheimnisvolle Foto
Wir entscheiden: Die Farben ähneln sich, die Atmosphäre ist ähnlich: Düster und ein wenig gruselig.
Die Gruppe versucht, sich vorzustellen, was hier passiert ist: Der Mann (den die Schüler nicht kennen) auf dem Lichtdruck scheint aus einem Haus zu kommen. Das Innere des Hauses könnte so aussehen, wie auf unserem geheimnisvollen Foto.
Was hat der Mann in dem Haus gemacht? Wir erinnern uns an die zuvor ausgedachten und aufgeschriebenen Geschichten. Hat der Mann jemanden entführt? Oder ist er gerade aus dem Haus entkommen? Er sieht stolz aus und selbstbewusst. Ist er ein Soldat? Herrscht vielleicht Krieg? Seine Kleidung erinnert uns an eine Uniform.
Vielleicht gibt der Titel des Bildes Aufschluss?
Wir lesen:
Joseph Beuys, "La rivoluzione siamo Noi" - "Die Revolution sind Wir". Das Bild ist 1972 aufgenommen worden.
Es herrschte also kein Krieg zum Datum der Aufnahme.
Wir überlegen weiter: was kann passiert sein, das beide Bilder verbindet?
Ein Date zu erfinden ist schwieriger, als wir dachten.
Nun beginnen wir, da wir inhaltlich nicht weiter kommen, formal Ähnlichkeiten und Unterschiede aufzuzählen.
Das Bild von Joseph Beuys ist ein analoges Foto, das entwickelt wurde. Unser Bild ist ein digitales Foto, das ausgedruckt wurde.Das Bild, das Beuys zeigt, ist sehr groß, unseres ist klein. Wir überlegen, dass Beuys entweder den Selbstauslöser betätigt hat, oder dass er jemand anders gebeten haben muss, zu fotografieren. Unser Foto hingegen zeigt gar keinen Menschen, dafür aber die Spuren menschlichen Lebens.
Tim bringt uns auf eine Idee: Sind vielleicht beide Fotos inszeniert?
Wir schreiben ein kleines Theaterstück als Kennenlerndialog.

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