Ankunft in der Sammlung Weserburg.
Wir geben unsere Taschen und Koffer und Jacken ab - einige müssen noch einmal zur Toilette - da begegnet uns schon die erste künstlerische Arbeit. Ein Stück aus der Sammlung Maria und Walter Schnepel ("Chronische Fluxitis") begegnet uns direkt eingangs als Sound. Wir treten ein und sammeln uns selbst erst einmal. Für viele SchülerInnen ist dies der erste Besuch in einem Museum, das zeitgenössische Kunst zeigt.
Wir setzen uns in einen Kreis und bekommen einen neuen Arbeitsauftrag: Um die Masse, die Vielfalt, die das Museum zeigt, visuell und auch rational bewältigen zu können, sollen wir uns für unsere Fotos "Partner" suchen.
In den Grüppchen, die sich durch die verschiedenen Bilder ergeben, laufen wir Studierenden mit den SchülerInnen durch die riesigen Hallen. Wir schauen uns um und prüfen: Wo sind Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede der ausgestellten Kunstwerke zu unserem kleinen Foto?
Wir machen uns ganz automatisch Gedanken über die Beurteilung von Kriterien von Kunst:
da wir so genau hinschauen, was da so alles herum hängt, sprechen wir über die Oberfläche und die Art der Herstellung, über den Unterschied von Skulptur, Objekt und Installation.
Es ist spannend, dass wir beim Vergleich mit einem kleinen Foto so viel über die künstlerischen Arbeiten der Sammlung erfahren - und über das Wissen und die helle Beobachtungsgabe der SchülerInnen.
Der Auftrag wird erweitert: Wir sollen ein Blind Date arrangieren: Der Partner, den wir für unser Foto gefunden haben soll unser Foto "daten".
Einen Kennenlerndialog dazu sollen wir in unserem Heft notieren.
Unsere Gruppe sucht sich ein großes Foto von Beuys aus.

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